AUFBAU DER
HOCHSCHULE 
MEDIZIN
OSNABRÜCK

Das Projekt Eine Medizinhochschule für Osnabrück

Die Hochschule für Medizin Osnabrück, kurz HMO, markiert einen bedeutenden Entwicklungsschritt für die Region. Mit ihrer Gründung entsteht ein neuer Impulsgeber für moderne Medizin und praxisnahe Ausbildung für den regionalen Gesundheitsbereich.

Initiiert von Stadt und Landkreis Osnabrück, verfolgt das Projekt einen klaren Anspruch: die humanmedizinische Ausbildung in der Region zu verankern, um damit die Gesundheitsversorgung langfristig zu stärken.

Die Hochschule schafft einen neuen Bildungsort für Medizinnerinnen und Mediziner - mitten in einer Region mit starken Kliniken, etablierten Hochschulen und einem wachsenden Gesundheitsökosystem. Davon profitieren Studierende, die Region und die Versorgung gleichermaßen. 

Stadt und Landkreis Osnabrück haben sich darauf verständigt, die Initiierungs- und Aufbauphase zu finanzieren. Die einzelnen Projektphasen und Meilensteine werden eng von der Politik begleitet und abschließend bewertet. Langfristig soll sich die Hochschule durch Studiengebühren tragen. Dafür sollen in Kooperation mit dem lokalen Gesundheitssektor, der Wirtschaft und Zivilgesellschaft (z.B. Stiftungen) sowie Kommunen Stipendien- und Darlehensmodelle angeboten werden, die den Zugang zum Medizinstudium erleichtern.


Gemeinsam ans Ziel Steuernde Köpfe & beratende Stimmen

Verankert ist die Projektentwicklung im InnovationsCentrum Osnabrück GmbH als gemeinsame Einrichtung von Stadt Osnabrück und Landkreis Osnabrück. Die Projektleitung steht in engem und regelmäßigem Austausch mit regionalen Stakeholderinnen und Stakeholdern sowie Kooperationspartnerinnen und -partnern.

Die Steuerungsgruppe wird die Projektentwicklung zur HMO eng begleiten und die wesentlichen kommunalpolitischen Entscheidungen für den ICO-Aufsichtsrat, Stadtrat und Kreistag vorbereiten. 

Die Beschlussfassungen für die erste Projektphase erfolgten im Kreistag am 30.06.2025 sowie im Stadtrat am 01.07.2025.

 

KREISTAG

  • Anna Kebschull (Stellv. Vorsitzende)
  • Andreas Quebbemann (CDU)
  • Christina Tiemann (CDU)           
  • Johannes Koop (CDU)   
  • Guido Pott (SPD)
  • Jutta Olbricht (SPD)       
  • Mareen Guth (Grüne/FDP/CDW-Gruppe) 

STADTRAT

  • Katharina Pötter (Vorsitzende)
  • Loreto Bieritz (Grüne/Volt)        
  • Fritz Brickwedde (CDU) 
  • Heiko Panzer (SPD)      
  • Thomas Thiele (FDP/UWG)     
  • Nicole Emektas (DIE LINKE.)   
  • Florian Kaulbach (CDU)

Der Weg zum Studienstart

Initiierung & Grundkonzept

Detailplanung & Zulassungs- vorbereitung

Zulassungs- verfahren & Hochschulaufbau

Implementierung & Vorbereitung Studienbetrieb

Statements zur HMO

Auf dem Parlamentarischen Abend des GewiNet Kompetenzzentrums Gesundheitswirtschaft am 11. März 2026 in Hannover stand die Hochschule für Medizin Osnabrück im Mittelpunkt der Gespräche um die Gesundheitsversorgung der Zukunft.
Zu den Statements

FAQ Antworten auf häufige Fragen

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um das Projekt, den aktuellen Entwicklungsstand sowie die nächsten Schritte. Die Fragen und Antworten werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

 

Die Hochschule für Medizin Osnabrück (HMO) ist ein Vorhaben von Stadt und Landkreis Osnabrück. Ziel ist der Aufbau einer staatlich anerkannten, privatrechtlich organisierte Hochschule in kommunaler Trägerschaft mit dem Studiengang Humanmedizin. Das Projekt wird von der InnovationsCentrum Osnabrück GmbH (ICO) im Auftrag beider Kommunen umgesetzt.

Stadt und Landkreis Osnabrück verfolgen das Ziel, mit dem Studiengang Humanmedizin einen Beitrag zur Sicherung der gesundheitlichen Versorgung in der Region zu leisten – im stationären wie im ambulanten Bereich, mit besonderem Fokus auf die hausärztliche Versorgung.
 

Der Landkreis Osnabrück gehört laut einer Prognose der Robert Bosch Stiftung zu den Regionen in Niedersachsen, die bis 2035 besonders stark vom Rückgang der Hausarztdichte betroffen sein werden. Auch die Stadt Osnabrück sieht sich einem zunehmenden Mangel an Ärztinnen und Ärzten ausgesetzt.

Der Aufbau der HMO gliedert sich in vier Projektphasen: Initiierung und Grundkonzept, Detaillierung und Zulassungsvorbereitung, Zulassungsverfahren und Hochschulaufbau sowie Implementierung und Vorbereitung Studienbetrieb.


Das Projekt befindet sich aktuell in Phase 1. Seit Anfang 2026 koordiniert dazu ein eigens über das ICO eingesetzter Projektmanager die Umsetzung vor Ort. Ein nach EU-weitem Vergabeverfahren beauftragter externer Projektentwickler erarbeitet gemeinsam mit den regionalen Partnern und Partnerinnen die strukturellen und operativen Grundlagen für den Studiengang Humanmedizin sowie den Aufbau der Hochschule.

 

Die Projektpartner und Projektpartnerinnen  haben bewusst ein mehrstufiges Verfahren gewählt. Damit wird sichergestellt, dass jede weitere Phase erst auf Grundlage belastbarer Erkenntnisse weitergeführt wird. Nach Abschluss jeder Phase entscheiden Stadtrat und Kreistag über den Fortgang. Der stufenweise Aufbau dient ausdrücklich auch dem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln.

 

In der Initiierungsphase werden die zentralen organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen erarbeitet. Dazu zählen u.a.:

  • Anzahl der Studienplätze
  • Studiengangs- und Curriculumskonzept
  • Personalplanung
  • Forschungsausrichtung
  • Infrastrukturelle Bedarfe sowie Governance- und Trägerstruktur
  • Kooperationspotenziale
  • Stipendien- und Darlehensangebote

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Hochschule ist dabei von Beginn an eine zentrale Anforderung. Im Rahmen eines Business Case werden dazu konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnungen angestellt.

 

Der Aufbau der HMO folgt einem mehrstufigen Verfahren mit klar definierten Phasen. Mit zunehmender Konkretisierung steht weniger die Frage eines frühestmöglichen Starts im Mittelpunkt, sondern die langfristige Tragfähigkeit des Gesamtmodells. Stadt und Landkreis stehen gemeinsam hinter dem Ziel, in Osnabrück medizinische Hochschulausbildung zu etablieren. Qualität und ein belastbarer Hochschulaufbau haben dabei Vorrang.

 

Als privatrechtlich organisierte Hochschule soll sich die HMO langfristig durch Studiengebühren selbst tragen. In Kooperation mit dem regionalen Gesundheitssektor, der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft sowie den Kommunen werden Stipendien- und Darlehensmodelle entwickelt, die den Zugang zum Studium erleichtern. Die HMO selbst tritt dabei nicht als Stipendiengeber auf, sondern bündelt die Angebote der Kooperationspartner. und Kooperationspartnerinnen. So hat der Landkreis Osnabrück dafür seine Stipendien auch auf Medizin-Studierende an nicht-staatlichen Hochschulen im Inland ausgeweitet.

Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Standort einer Medizinhochschule und der regionalen Ärztedichte. In Regionen mit Medizinstudienangeboten ist die Ärztedichte tendenziell höher (Quelle: CHE DatenCHECK 8/2025). Dieser sogenannte Klebeeffekt ist ein zentrales Argument für die regionale Verankerung medizinischer Bildungsangebote.

Die HMO setzt auf die enge Verzahnung von Lehre, Forschung und klinischer Praxis. In Kooperation mit der Universität Osnabrück, der Hochschule Osnabrück und den regionalen Kliniken sollen thematische Schwerpunkte entstehen, die das Profil der HMO prägen. Mögliche profilbildende Bereiche könnten z.B. Prävention, ambulante Versorgung sowie Digitalisierung, KI  und Medizininformatik werden. Auch dies wird derzeit mit den Partnerinstitutionen erarbeitet.

Der Kreistag Osnabrück hat den Aufbau der HMO am 30. Juni 2025 beschlossen, der Stadtrat Osnabrück am 1. Juli 2025. Die politische Steuerung liegt bei einer paritätisch besetzten Steuerungsgruppe aus je sechs Vertreterinnen und Vertretern beider Gremien.

Das Vorhaben wird von zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Gesundheitswesen unterstützt. Dies wird mit Abschluss der Initiierungsphase in einem Memorandum of Understanding festgeschrieben werden.

Neugierig geworden? Interesse an mehr Informationen und Details zur Medizinischen Hochschule?

Dann nimm' gerne jederzeit Kontakt zu uns auf. 

 

Jan Lukaßen
Projektmanager
fon +49 541 20280-130
mobil 0151 17523372
mail lukassen@ico-os.de 

Jan Lukaßen